Evangelisch-Reformierte Kirchengemeinde Lipperode

Wiederaufnahme des Gottesdienstes

Unter Maßgabe des gültigen Infektionsschutzes haben wir die Wiederaufnahme des Gottesdienstes in der Kirche beschlossen.

Die aktuelle 7 Tage Inzidenz ermöglicht wieder einen verantwortbaren Gottesdienst.

Die markierten und nummerierten Sitzplätze in der Kirche gewährleisten einen Abstand von 1,50 m bis 2,00 m zwischen 2 Personen. Auf dieser Grundlage können maximal 46 Personen am Gottesdienst teilnehmen.

Das Betreten und Verlassen der Kirche erfolgt nach einer festgelegten Ordnung. Gottesdienstbegleiter stehen für Hilfestellung bereit. Vor dem Betreten der Kirche sind die Hände zu desinfizieren. Um zukünftige Infektionsketten nachverfolgen zu können müssen die Teilnehmenden in eine Liste eingetragen werden, die nach vier Wochen vernichtet wird.

Verbindlich für die Teilnahme am Gottesdienst ist das Tragen eines FFP2 Mund-Nasenschutzes.

 

 

Natürlich, ist doch klar für einen Christen! Wenn Gott der Herr ist über mein Leben, dann steht er an erster Stelle, dann gehorche ich seinem Wort – egal was Menschen sagen. Was so einfach klingt, ist es aber gar nicht. Woher weiß ich eindeutig, was Gott von mir möchte? Oder sind es doch wieder nur menschliche Worte, denen ich gehorche? Bietet die Bibel als Wort Gottes immer eine klare Handlungsanweisung? Berufen sich nicht auch Fanatiker darauf, nur Gott zu folgen, seinem Wort blind zu gehorchen? Und welche Gewaltexzesse sind nicht schon im Namen Gottes geführt worden! Es ist sicherlich schwer (und auch problematisch), immer sofort zu wissen, was Gottes Wille ist. Dennoch kann es Situationen geben, in denen es offensichtlich ist, dass Menschen nicht im Sinne Gottes handeln; wenn sie zum Beispiel andere unterdrücken, ihnen Leid antun oder zu Gewalt anstacheln. Das ist nie der Wille Gottes und dann ist es für uns Christen angebracht, gegen das Unrecht einzuschreiten, ungehorsam zu sein – egal, ob es sich um einen einzelnen Menschen, eine Partei oder einen Staat handelt, dem ich widersprechen muss.

Für viele Widerstandskämpfer im Dritten Reich, z. B. Dietrich Bonhoeffer, war es daher Pflicht „dem Rad in die Speichen zu greifen“ und nicht nur schweigend die Opfer des betrunkenen Fahrers zu versorgen. Bei klarem Unrecht ist Ungehorsam schlichtweg geboten. Dann kann ich mich in jedem Fall auf Jesu Liebesgebot und seine Bergpredigt berufen. Petrus und den anderen Aposteln geht es genauso gegenüber dem jüdischen Hohen Rat, der die Anhänger der „neuen Lehre“ mit Gewalt und Einschüchterung mundtot machen will. Petrus hat die Liebe und Vergebung Gottes immer wieder in seinem Leben erfahren und auch seine Hilfe in ausweglos erscheinenden Situationen. So kann er gar nicht anders, als allein Gott zu gehorchen, egal wie oft der Hohe Rat ihm verbietet, im Namen Jesu Christi zu predigen. Er muss bezeugen, dass Jesus auferweckt wurde und Gott ihn „erhöht hat zum Fürsten und Heiland, um Israel Buße und Vergebung zu geben.“ (Vers 31) Diesem Gott kann Petrus und können wir alle vertrauen. Immer wieder neu sollen wir nach seinem Willen fragen und dann getrost seinem Wort der Liebe und Versöhnung folgen.