Aktuelles

Neues Corona- Schutzkonzept

Seit Freitag, 20.08.2021, gilt in Nordrhein-Westfalen eine neue Corona-Schutzverordnung, die von der Evangelisch-Reformierten Kirchengemeinde Lipperode aktiv umgesetzt wird. Danach muss man geimpft, genesen oder getestet sein (3G-Regel), um an Gottesdiensten (ab Sonntag, 29.08.2021) und Veranstaltungen im Gemeindehaus teilnehmen zu dürfen. Mitzubringen sind also ein Impfnachweis oder Genesungsnachweis oder ein bescheinigtes negatives Ergebnis eines höchstens 48 Stunden zurückliegenden Antigen-Schnelltests oder PCR-Tests.

So ungern das Presbyterium Besucher ohne 3-G Nachweis vom Gottesdienst ausschließen möchte, bietet diese neue Regelung auch Vorteile:
Da Abstandsregelungen aufgehoben sind, können mehr Teilnehmer kommen. Außerdem entfällt zukünftig die Kontaktdatenerhebung.

Angesichts der steigenden Inzidenzen ist darüber hinaus beschlossen worden, dass das Tragen eines FFP2 Mund-Nasenschutzes vom Eingang bis zum Sitzplatz und beim Singen verpflichtend ist.

Die Evangelisch-Reformierte Kirchengemeinde Lipperode hofft, dass diese neuen Regelungen niemanden davon abhalten, zukünftig an Veranstaltungen in der Kirche und im Gemeindehaus teilzunehmen.

Sehnsucht nach Gottes Nähe

„Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommele nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“ Vom französischen Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry stammt dieses Zitat. Die Sehnsucht setzt er an den Anfang jedes Tuns. Für Saint-Exupéry ist sie Voraussetzung für das Gelingen eines Vorhabens und zugleich Motivation. Die Sehnsucht kann den Menschen Hoffnung verleihen und gibt ihrem Tun einen Sinn.
Im Alten Testament beschreibt der Prophet Haggai etwas ähnliches.

„Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch, und keinem wird warm; und wer Geld verdient, der legt´s in einen löchrigen Beutel“

Lange Jahre haben die Israeliten im Exil verbracht. Zurück in der Heimat, ermutigt Haggai das Volk dazu, Gottes Tempel in Jerusalem wieder aufzubauen. Denn der alte Tempel war zerstört worden. Und die Israeliten hatten zuerst ihre eigenen Häuser wieder aufgebaut – das war erst mal wichtiger. Und dennoch fehlt etwas. Nach den Erfahrungen in der Ferne beschreibt Haggai die Sehnsucht nach der Nähe zu Gott, seinem Frieden und seiner Gerechtigkeit. Gottes Tempel wieder aufzubauen – das steht dafür, dass Gott bei den Menschen wohnt. Esgeht Haggai um die Gemeinschaft mit Gott und ihm im eigenen Leben einen festen Platz zu geben.

Auch Jesus greift dies auf. Im Matthäusevangelium sagt er: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit, so wird euch alles andere zufallen.“